Von MS Patient Werner M. (hatte am 18.11.1982 den ersten grossen MS-Schub)

Vorgeschichte

Wo soll ich anfangen, ach ja, mein Hausarzt (mit dem bin ich sonst SEHR zufrieden bin) hat mich, immer wieder darauf angesprochen ob ich den kein INTERFERON nehmen will.
X mal !!!
Aber ich wollte NICHT, (möchte jetzt aber nicht näher darauf eingehen) kam aber doch in einen gewissen Zugzwang, so schaute ich mich nach alternativen um.
In der MS Zeitung fand ich einen Artikel, der mich ansprach. Eine STUDIE über ein neues Medikament. (Arzt technisch nennt man das so viel ich weis eine Doppel-Blind-Studie) 1/3 Chance das Medi zu bekommen, na ja! Ein Mittel mit dem man MS (in Schubform) behandeln kann ??, ohne Nebenwirkungen in Tablettenform !!
Uiii Toll !!! Klang doch schon mal nicht schlecht !!! (gibt’s übrigens zum Spritzen unter dem Namen Copaxone)
Eine Adresse bei der sich der Hausarzt (oder der Neurologe) melden sollte, war auch dabei. Das war's nun, (und mein Arzt würde dann auch entli.......!)
Er bemühte sich ja auch wirklich sehr für mich, ein paar Tage später hatte ich einen Termin im, Kantons Spital Basel (Poliklinik), für den 3. August 2000. 3-4 Tage vor dem Termin bekam ich Post "leider, bla bla bla" (wenn ich da, schon gewusst hätte, was ich jetzt weis) mein neuer Termin sei am 11. August 2000 9.30.

11.August 2000 09.30

Also Basel, äähhm, weis gar nicht so recht wo ich anfangen soll.
Als erstes, die Fahrt ging dank "Medis" besser als erwartet. Aber ..... doch nun eins nach dem andern. Ganz am Anfang (nach der Begrüssung) sagte uns (meiner lieben Frau Edith und mir) die Ärztin, das seit Anfangt August alle Plätze für die Studie belegt sind !! Na ja ! Ich sag Dir das "stellt" dich doch gleich auf, na wenigstens wollte sie mich trotz dem Untersuchen. Wau !! Die Untersuchung ist genau gleich ausgefallen wie in Bern bei meinem Neurologen, Herr Dr. Medici kein MRI, kein CT, kein nichts........!! Ach ja, doch was neues ich durfte mit der Ärztin im Spital Spatzieren, und das, bis ich nichts mehr ging. (Es sollten min. 200 m sein, doch nach 90 m ging nichts mehr) Anschliessend bat sie uns 15 min. zu warten, (es wurden dann 30 min.). Sie gehe noch den Professor holen, und dann haben sie mir (uns) gesagt, das es sie schon sehr freuen würde wenn ich mich für eine gründliche Untersuchung in Basel entscheiden würde (mit CT MRI u.s.w.) aber für die Studie würde ich sowieso nicht in Frage kommen (da ich keine 200 m alleine gehen könne).
Ha, ha, habe schon besser gelacht, und für das mussten wir um 9.30 in Basel sein und kamen um 11.30 wieder raus.
Wie Du dir denken kannst war ich im Moment "Frustriert das es Tätscht".
Abschliessend kann ich mich nur fragen, wie lange es braucht bis ich mich wieder Erholt habe.
Das ganze hat mich so ca. 3-5 Wochen zurück geschmissen, ging es mir doch vor Basel wider besser, und jetzt ....!
Nun bin ich (wir) wieder zu Hause und um eine Illusion ärmer, aber auch um eine Erfahrung reicher.
Keine frage mit der "Hilfe von GOTT" , stecke ich auch das noch weg, wäre ja sonst wirklich was neues er hat mich bis hier begleitet, und wird's auch weiter tun. Und dessen bin ich mir GANZ SICHER.

Also um die lange Rede auf einen kurzen Nenner gebracht was Basel betrifft "Ausser Spesen nichts gewesen".

Und das meine ich wörtlich, musste ich mir doch einen Chauffeur besorgen, Autokosten, Essen (es ging ja über den Mittag u. s. w. ....!

Wenn es für mich nicht das "gelbe vom Ei" war, hilft es vielleicht jemand anderem.

Lieber Leser/in bitte entschuldige die Ironie in diesem Brief aber das ist meine Art mit all dem fertig zu werden.

Ich auf jeden Fall wünsche allen die das gelesen haben "Gottes Segen".

Liebe Grüsse von Werner