Ich wurde am 17. September 1967 in St. Gallen (Schweiz) geboren. Dann ein ganz normales Schulleben. Mit 16 Jahren begann ich mit der Lehre als Verkäuferin.

Nach dem Lehrabschluss ging ich nach Bern. Dort Heiratete ich mit 20 Jahren. Aber das Heimweh zog mich nach zwei Jahren wieder nach St. Gallen zurück.

Die Scheidung war 1992 im Gange, denn ich wollte den Fehler rückgängig machen. Ich Lebte mein Leben danach in vollen Zügen und genoss die Freiheit.

1996 bekam ich eine Seh-Nerv-Entzündung und musste ins Spital. Es verging eine Woche, und ich erhielt die schreckliche Diagnose MS (chronisch-progrediente). Nach dem Spitalaufenthalt wurde ich gefragt, ob ich an der Studie mitmachen wolle. Dies fand ich eine gute Sache und stimmte zu. Es war zuerst eine verdeckte Studie, die zwei Jahre dauerte und bei der ich nicht wusste, ob ich das Medikament hatte oder nicht. Nach diesen zwei Jahren, ging die Studie weiter. In eine offene. Ich erhielt das Medikament "Rebif" das ich einmal pro Woche Spritzen musste. Im Mai 1999 wurde die Studie um ein Jahr verlängert aber die Dosis blieb gleich. Weil ich noch keine grossen Probleme hatte war ich einverstanden weiter zu machen. Ich wusste ja das ich jederzeit aufhören konnte. Im Oktober 1999 merkte ich aber, dass es zu wenig wurde. Ich ging zur Studienärztin und teilte Ihr mit das ich aufhören wollte. Sie akzeptierte es und ich bekam die Adresse wo ich mich melden musste. Nun spritze ich drei mal die Woche.

Seit 1997 bin ich zu 50% arbeitsunfähig. Ich geniesse das Leben und die freie Zeit und mache jeden Tag das Beste daraus.

Meine Gehfähigkeit nimmt immer mehr ab und darum habe ich mir im Januar 2001 einen Sportrollstuhl von Küschall, Modell Competition V, gekauft. Ich lernte und lerne immer noch damit umzugehen.

Stand 31. 7. 2005

Meine Situation nach 4 Jahren:

Der Umgang mit dem Rollstuhl habe ich nach x blauen Flecken und fluchen gelernt. Neu kam ab November ’04 dazu das ich den Job im Supermarkt, Migros, aufgeben musste. Es wurde mir zuviel die tägliche Herausforderung zu bewältigen. Nun "warte" ich seit August 2004 auf eine 100%ige Invalidenrente. Viele dachten dass dies kein Thema wäre, da ja meine Krankheit weder gespielt noch heilbar ist. Aber das hat sich als falsch herausgestellt. Nun hat, in meinen Augen, ein Kampf ums Recht angefangen.

Auch neu ist, dass ich nach 7 Jahren Rebif spritzen aufgehört habe. Und nach 2 monatiger Pause auf das Betaferon umgestiegen bin. Bis jetzt spüre ich keinen Unterschied ausser das ich, Gott sei Dank, keine Nebenwirkungen mehr habe.

Stand 28.02.2006

Zuerst ein kurzer Rückblick. Im Oktober 2005 plagte und schmerzte mich im Gesicht der Trigeminusnerv. Es wurde so schlimm das ich eine Zeitlang keinen Ton sagte. Ich bekam Cortison, anscheinend sollte es ein Schub sein, dazu gab es Tigretol und Neurontin. Mich schwächte das alles so das ich nicht einmal mehr stehen konnte. Nach 3 Monaten, war der Schmerz nicht mehr so andauernd aber immer noch schmerzhaft. Mein Physiotherapeut gab mir den Ratschlag, es mit einer Akupunktur (
TAOWORK, Reto Deuber) zu versuchen. Ich war skeptisch, ging aber hin.

1. bis 5. Sitzung wurden die Schmerzattacken weniger und ich senkte die Tabletten dementsprechend. Nach der 7. Sitzung nahm ich nur noch 1 halbe Trileptal Tablette am Tag. Seit der 8. Sitzung bin ich schmerzfrei und glücklich. Jetzt nach 4 Monaten Danke ich meinem Physiotherapeuten für den Tipp und dem Akupunkteur der die richtigen Punkte traf und das er nicht nur den Schmerz nahm, sondern auch mein ganzes Wohlbefinden stärkte.

Jacqueline

Physiotherapie

Mein Physiotherapeut, Reinhard Walter, mit mir bei der arbeit in der Rheinburg im Silberturm St. Gallen.