Das Gedicht heisst einfach nur "MS".

Das Leben wäre so wunderschön, könnt ich normal durchs Leben gehen.
Mir ist es klar, seit euch gewiss, dass auch ein normales Leben nicht einfach ist.
Doch ist man krank und hat MS, dann ist das Leben ein Beschiss.
Gebracht um alles was man mal war und nur noch grübeln den ganzen Tag.
Welch Therapie, welch neues Medikament, dass sind die Sachen, denen man hinterher rennt.
Denkt man dann man hat was gefunden, merkt man bald es war nur erfunden.
Die Hoffnung, die ich jetzt schon 8 Jahre hab, hat sich herausgestellt als Massengrab.
Für jede Enttäuschung, die ich erfahren hab', möchte ich nur haben eine Mark.
So wäre wenigstens das gelöst, was mich finanziell macht ganz nervös.
Wie soll es weitergehen mit meinem jungen Leben, ist es am Ende schon vergeben ?
Ich fühl mich um mein Leben gebracht und das Tag für Tag und Nacht für Nacht.
Oft habe ich Träume, ich könnt wieder gehen, doch am morgen kann ich es dann sehn.
Die Beine, klar die hab ich noch, doch sind sie nur wie weich gekocht.
Die Kraft zu Laufen, die fehlt mir schon lang, die Kraft zu Hoffen hält auch nicht mehr lang.
So leb ich nur von Tag zu Tag, weil ich es sonst nicht mehr ertrag.
Gedanken über mein Leben, die hab ich schon lange aufgegeben.
Die zehren nur an meiner spärlichen Kraft, und lassen mich heulen Tag und Nacht.
So denke ich denn, es wird schon gehen, und sehe mich schon neben mir stehen.
Würd ich die Sache realistisch sehn, müsste ich wohl schon morgen aus dem Leben gehn.
Von Besserung nicht die geringste Spur, anstatt dessen Stillstand immer nur.
Froh soll ich sein, dass sagt man mir, es könnte schlimmer sein, jetzt und hier.
Doch welch ein Trost soll das wohl sein, der mir zeigt die armen Schwein.
Kein Leben ist das mehr ihr Leut, und ich könnt schreien es ganz laut.
Ich möchte wieder lachen, springen, mit meiner Frau um die Wette rennen.
Doch bleibt dies wohl nur Illusion, die mich verspottet voller Hohn.
Die Ärzteschar die kümmerts wenig, die sind gesund und die sind König.
Ich bin der arme dumme Thor, der manchmal glaubt es geht berghoch.
Doch abwärts geht's, dass ist gewiss, auf das ich bald ins Bette piss.
Manchmal möchte ich einfach meine Ruh, und denk mir dann, ich geb es zu, ich möchte gehen, egal wohin, nur weg von hier wo ich grad bin.
Sollte es ein Himmel geben, dann werd ich hoffentlich belohnt für all mein Streben.
Doch sollte es auch nichts mehr geben, so ist dies besser als dieses Leben.
Die Liebe ist's, die mich noch hält, auf dieser gottverdammten Welt. :-)))